Phytotherapie

Neuer Start (Praxisblock): 08.06.18
Neuer Start (Theorieblock): 10.11.18

"Alle Erkenntnis der Welt, die wir auf Erden besitzen, stammt nur aus dem Lichte der Natur. Dieses Licht der Natur reicht vom Sichtbaren zum Unsichtbaren und ist hier so wunderbar wie dort. Im Lichte der Natur ist das Unsichtbare sichtbar" (Paracelsus).

Zu den ältesten Anwendungen in der Medizin gehört die Therapie mit Heilpflanzen. Es gibt
Hinweise, dass die Wirkungsweisen der Phytotherapie bewusst seit über 60.000 Jahren ge-
nutzt werden. Von der Antike bis zur Neuzeit ist die Arbeit mit Heilpflanzen zu einer sehr viel-
schichtigen Therapieform gewachsen.

Heute neigen die Medizin und der Mensch dazu, immer stärkere Substanzen von der Chemie
zu fordern und die Anhänger der Naturheilkunde begehen häufig den Fehler, die natürlichen
Arzneien in unserer Umgebung nicht zu achten.

Unser Konzept ermöglicht es Ihnen, dieses breitbandige Wissen zu koordinieren und praktisch sowie erfolgreich in der Praxis anzuwenden. Dabei spielen die traditionellen Rezepturen eine ebenso große Rolle, wie die wissenschaftlichen Erkenntnisse. Gerade in der alternativen Medizin zeigt sich die effektive Wirksamkeit immer wieder. Der Teilnehmer erfährt einen fundierten Grundstock an Wissen im Umgang mit Pflanzen und ätherischen Ölen. In dieser Seminarreihe erlernen Sie nicht nur die theoretischen Grundlagen der Heilpflanzenkunde, sondern diese auch praktisch und erfolgreich in der Praxis anzuwenden. Neben der Theorie werden Sie rezeptieren, Tinkturen ansetzen und Salben herstellen. Um sicher bei der Bestimmung verschiedener Heilpflanzen zu werden, gehen Sie auf Exkursionen und lernen dabei, die unterschiedlichen Pflanzen zu erkennen. Nicht nur beim praktischen Arbeiten geben die Dozenten ihr breitbandiges Praxiswissen ohne Einschränkung weiter.

Die Ausbildung selber besteht aus einem Praxis- und einem Therapieblock. Die Blöcke sind auch
einzeln buchbar.

Praxisblock

In diesem Grundlagenblock wird das Basiswissen für eine effektive Phytotherapie vermittelt. Das beinhaltet das Finden und Identifizieren der Heilpflanzen, auch auf Exkursionen sowie das Arbeiten mit den Schätzen der Apotheke Gottes (z.B. Tinkturen und Salbenzubereitungen).

Praxis-Modul 1 (08./09./10.06.18)
Die frischen Pflanzen verheißen nicht nur starke Heilkraft, sondern auch kulinarischen Genuss. Einfache und unscheinbare Kräuter direkt vor der Haustür bieten einen Schatz ungeahnter Anwendungsmöglichkeiten.
- Grundlagen der Heilpflanzenkunde
- Signaturenlehre und Pflanzenbestimmung
- Die entgiftende Wirkung der Frühjahrspflanzen, Reinigung für Körper und Seele
- Rezepte und Tipps für die Kräuterküche
- Die Familienapotheke, Grundlagen der Arzneimittelherstellung
- Sammeln, Trocknen, Haltbarkeit, Verarbeiten und Lagern
- Anlegen eines Herbariums
- Heilpflanzen und deren Inhaltsstoffe

Freitag (10.00 Uhr bis 16.00 Uhr); Samstag (10.00 Uhr bis 16.00 Uhr),
Sonntag (10.00 Uhr bis 16.00 Uhr)

Praxis-Modul 2 (07./08.07.18)
Blühende Kräuterwiesen bieten Erfahrungen für alle Sinne. Um Johanni und Mittsommer
beschenkt uns die Natur mit duftenden Blüten. Sie öffnen das Herz und schenken einen
kleinen Einblick in das Wesen der Pflanzen.
- Heilpflanzenkunde und Kosmetik
- allgemeine Grundlagen der Creme und Salbenherstellung
- Heilöle und Tinkturen
- Natürlicher Sonnen- und Mückenschutz
- Teegrundlagen und -rezepte
- Wildkräuter und Blütenblätter in der Küche
- Die Heilpflanzen des Frühsommers

Samstag (10.00 Uhr bis 16.00 Uhr); Sonntag (10.00 Uhr bis 16.00 Uhr)

Praxis-Modul 3 (22./23.09.18)
Im Höhepunkt des Sommers entfalten viele Heilkräuter ihre stärkste Kraft. Viele
Legenden und Mythen ranken sich um die Sommerpflanzen.
- Der nächste Winter kommt bestimmt: Grippemittel
- Die Heilkraft der Wurzeln nutzbar machen
- Samen, Beeren und Früchte
- Heilkräuter und Giftpflanzen, sicherer Umgang mit den Schätzen der Natur
- Räucherkunde Der Duft der Götter
- Die Heilpflanzen für die dunkle Jahreszeit

Samstag (10.00 Uhr bis 16.00 Uhr); Sonntag (10.00 Uhr bis 16.00 Uhr)

Bitte mitbringen für Praxis-Modul 1-3
- Schneidbrett
- einen Mörser (wer hat)
- Messer
- Schere
- kleine Handschaufel
- 2-3 Flaschen Wodka oder Doppelkorn zum Ansetzen von Tinkturen
- 2-3 Flaschen gutes Pflanzenöl (Sonnenblume, Jojoba, süße Mandel o.ä.) zum Ansetzen
von Mazeraten
- diverse Gläser mit Schraubverschluss für die Ansätze
(je nach individueller "Arbeitswut" lehrt die Erfahrung, lieber einige Flaschen und Gläser
mehr einzustecken!)
- Etiketten zum Beschriften
- Stoffbeutel/Korb o.ä. zum Sammeln der Pflanzen
- Bestimmungsbuch (Was blüht denn da, Kosmos-Verlag) o.ä.
- Dem Wetter angepasste Kleidung (bspw. Gummistiefel, Regenjacke)

Theorieblock

Indikationen und Ausarbeitung von Therapiekonzepten
In diesem Block wird sich intensiv der Ausarbeitung von Therapiekonzepten gewidmet. Das Vermitteln der Kenntnisse der wichtigsten semiotischen Zeichen in jedem Indikationsgebiet, soll dem Teilnehmer in der Anwendung seiner Therapie eine zusätzliche Sicherheit verschaffen. Jeder Teilnehmer wird in der Lage sein, das erworbene Wissen sofort in der Praxis oder für sich persönlich umzusetzen. Dafür steht ihm als Lernhilfe ein umfassendes Skript zur Verfügung.

Theorie-Modul 1 (10./11.11.18)
Richtlinien zur Erstellung eines phytotherapeutischen Behandlungskonzeptes.
Frauenheilkunde:
Menstruationsstörungen, hormonelle Dysregulation im Klimakterium, Entzündungen
des Unterleibes

Theorie-Modul 2 (01./02.12.18)
Herz:
Funktionelle Erkrankungen, Bluthochdruck, niedriger Blutdruck, Altersherz,
Venenerkrankungen, Durchblutungsstörungen
Lunge:
Erkältungskrankheiten, Bronchitis, Nebenhöhlenentzündungen, Abwehrschwäche
und immer wiederkehrende Infekte
Haut:
Hautentzündungen, Wunden, Insektenstiche, Neurodermitis, Schuppenflechte

Theorie-Modul 3 (12./13.01.19)
Darm:
Durchfall, Verstopfung, Reizdarm, Blähungen, Hämorrhoiden
Magen:
Übelkeit, Erbrechen, Reiseübelkeit, Reizmagen, Sodbrennen, Magengeschwür,
Magenschleimhautentzündung,
Leber und Galle:
Leberfunktionsstörungen, Entgiftung der Leber, Gallenbeschwerden, funktionelle
Bauchspeicheldrüsen-Insuffizienz

Theorie-Modul 4 (16./17.02.19)
Blase und Niere:
Blasenentzündung, Blasenschwäche, Reizblase, Prostata-Erkrankungen
Nerven:
Ängste, Schlafstörungen, depressive Verstimmungen, Erschöpfungszustände
Bewegungsapparat:
Rheumatische Erkrankungen, Arthritis, Arthrose, Gicht

Seminarzeiten Theorieblock (jedes Modul):
jeweils Samstag 10.00 Uhr bis 17.30 Uhr und Sonntag 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr


Die Dozenten:

HP Uwe Schlutt
In seiner Assistenzzeit in der NHP Germann verbanden Schüler und Lehrer die Liebe zur Phyto-
therapie, welches ein fruchtbarer Nährboden für Austausch von Gedankengut war und ist. Ne-
ben seinem umfangreichen Wissen auf dem Gebiet der Pflanzenheilkunde versteht er es, kom-
plexere Themen und Zusammenhänge anschaulich fundiert zu vermitteln.
- Tätigkeitsschwerpunkte Phytotherapie und Ausleitungsverfahren
- jahrelange Lehrtätigkeit
- Veröffentlichungen

HP Peter Germann
Seit dem ersten Tag seiner Ausbildung fühlte er sich insbesondere der Phytotherapie verbund-
en. Über 15 Jahre komplettierte er dieses Wissen mit Schwerpunkten wie u.a. Phytotherapie
der Hl. Hildegard von Bingen, Pflanzenheilkunde und deren Mystik im Mittelalter, Wirkung von
Heilpflanzen auf unsere Energiefelder, Signaturenlehre, Recherchen über phytotherapeutische
Außenseitermethoden wie z.B. Mykotherapie.
- Mitglied bei Forum Essenzia
- Vizepräsident des BDH
- Buchautor mit zahlreichen Veröffentlichungen und Fernsehsendungen
- jahrelange Lehrtätigkeit
- Vorträge und Seminare im In- und Ausland
- 1995 Auszeichnung mit der "Clemens-von-Bönninghausen- Medaille" für
besondere Verdienste auf dem Gebiet der Naturheilkunde
- 1997 Gründung "Gyü zhi-Gesellschaft für ethnologische Medizin"

Veranstaltungsorte:
Praxisblock: in der Fränkischen Alb, gut erreichbar auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Theorieblock: in unseren Räumen Virchowstraße 4, Nürnberg

Die gesamte Ausbildung umfasst 98 Unterrichtsstunden aufgeteilt in 2 Blöcke/7 Module
Es kann sowohl mit dem Praxis- wie auch mit dem Theorieblock begonnen werden.
Die beiden angebotenen Blöcke sind auch einzeln buchbar.

Kosten:
Praxisblock: 660,00 Euro + 30,00 Euro für Material
Therapieblock : 620,00 Euro
(Zahlbar jeweils 2 Wochen vor dem jeweiligen Blockstart)

Bei Buchung und Zahlung von beiden Blöcken (vor Ausbildungsstart): 1.230,00 Euro + 30,00 Euro Materialkosten. 30,00 Euro Materialgeld bitte am ersten Seminartag vom Praxisblock mitbringen.

Teilnehmer:
Heilpraktiker, Heilpraktikeranwärter, andere medizinische Fachberufe, Interessierte (Da die Aus-
bildung sehr praxisorientiert ist, ist die Teilnehmerzahl begrenzt).

Anmeldung online

Praxisblock 2017
Theorieblock 2017
Theorieblock und Praxisblock 2017
Nein
Ja
Ja

Bitte beachten Sie, dass alle Felder mit * ausgefüllt werden müssen.

Kühlendes Insektenstichgel ganz einfach selber herstellen

Das braucht ihr:
1 sauberes Glas mit Schraubdeckel
Etwa 8-10 Spitzwegerichblätter
100 ml hochprozentigen Alkohol wie z.B. Wodka oder Doppelkorn
Ätherische Öle wie z.B. Lavendelöl, Manukaöl und/oder Teebaumöl
Etwas Sonnenblumen-, Oliven- oder Rapsöl (das alles sind fette Öle)
20 ml Kalkwasser (in der Apotheke z.B. Caeolo Aqua Calcariae PZN12479640)
2 g Xanthan (z.B. von www.dragonspice.de)

Zunächst schneidet ihr die Spitzwegerichblätter in kleine Stücke. Diese gebt ihr zusammen mit etwas vom dem Alkohol in einen Mörser und mörsert die Blätter zusammen mit dem Alkohol bis die Blätter breiig sind.

Den Brei filtert ihr ab und fangt den die grüne Alkohol-Flüssigkeit in einem Gefäß auf. Diese mit dem Alkohol auf 100 ml auffüllen und in das Schraubglas schütten (Das Schraubglas sollte groß genug sein - ca. 200 ml -, damit man die Masse hinterher noch schütteln kann)

Dazu gebt ihr die 20 ml Kalkwasser und die ätherischen Öle (insgesamt etwa 10 Tropfen).
Das Xanthan löst ihr in etwas fettem Öl auf und gebt es dann ebenfalls in das Schraubglas.

Dann kräftig schütteln bis die Masse geliert und schon habt ihr ein hervorragendes Gel, dass bei einem Insektenstich sofort kühlt und den Juckreiz nimmt.
Wenn das Gel zu flüssig sein sollte, gebt ihr noch ein wenig Xanthan dazu - wenn es zu fest wird, etwas Alkohol.

Bemerkungen: Wie immer gilt, nur nutzen, wenn ihr sicher seid, dass ihr die richtige Pflanze habt. Bei länger andauernden oder größeren Beschwerden auf eine Selbstbehandlung verzichten und unbedingt Rat vom Heilpraktiker oder Arzt einholen!